Jahreshauptversammlung 2025 des Hegerings Borgwallsee

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Rückblick: Der Hegering Borgwallsee führte am 12.04.2025 seine Jahreshauptversammlung durch. Neben den turnusmäßigen Berichten standen aktuelle Entwicklungen im Hegering, jagdliche Themen sowie zukünftige Projekte im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Im Rahmen der Versammlung informierte der Hegeringsleiter Hannes Heinrich über die Verwendung der Jagdabgabe. Der Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. fördert unter anderem Drohnen zur Kitzrettung, moderne Hundeortung, Fallen sowie Schutzwesten für Jagdhunde. Auch die Förderung des jagdlichen Brauchtums, etwa der Jagdhornbläser, wird unterstützt.

Große Fortschritte gibt es im Bereich Digitalisierung: Mit dem neuen Mitgliederprogramm und der zugehörigen App können Mitglieder ihre Daten künftig eigenständig verwalten und aktualisieren. Voraussetzung hierfür ist eine hinterlegte E-Mail-Adresse. Bei Bedarf kann ein Pate zur Unterstützung eingesetzt werden. Ziel ist eine Vereinfachung der Verwaltungsprozesse und eine bessere Kommunikation innerhalb des Verbandes und des Hegeringes.

Kassenbericht und Schiesswesen

Den Kassenbericht stellte stellvertretend Dr. Harald Stobinsky vor, da Kassenwart Hans-Jürgen Lau krankheitsbedingt verhindert war. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem drei brauchbare Jagdhunde mit jeweils 200 Euro gefördert. Die Kassenprüfung durch Hartmut Heinrich bestätigte eine einwandfreie und übersichtliche Kassenführung. Hans-Jürgen Lau wurde ausdrücklich für seine sorgfältige Arbeit gelobt.

Am selben Tag fand zudem das Hegeringsschießen statt. Schießobmann Sebastian Ehrke berichtete, dass im Jahr 2024 insgesamt 13 Mitglieder und im Jahr 2025 14 Mitglieder am jagdlichen Schießen teilgenommen haben. Die Preisvergabe erfolgte wie in den letzten Jahren üblich über ein Losverfahren. Bei den Kreismeisterschaften 2024 wurde die Leistung des Hegerings als verbesserungswürdig eingeschätzt.

Wildbewirtschaftung und Hege

Reinhard von Drehle berichtete ausführlich über die Entwicklung der Rotwildstrecke. Im Jagdjahr 2024/25 wurden von geplanten 48 Stück insgesamt 39 Stück erlegt, was einer Zielerfüllung von 81 Prozent entspricht. Der neue Abschussplan wurde vorgestellt. Erstmals wird ein Drei-Jahres-Plan umgesetzt, bei dem insgesamt 144 Stück vorgesehen sind.

Die Rotwildbestände zeigen weiterhin hohe Konzentrationen, insbesondere während der Brunftzeit. Rudelgrößen von bis zu 120 Stück wurden beobachtet. Auch der Einfluss des Wolfs auf das Wildverhalten wurde angesprochen.

Beim Rehwild wurden insgesamt gute Bestände festgestellt, wobei Äsungsbedingungen und hohe Konzentrationen teilweise zu schwächeren Trophäen führen. Beim Schwarzwild bleibt die Situation durch gute Nahrungsbedingungen weiterhin dynamisch. Waschbären nehmen deutlich zu, während beim Federwild teilweise schwache Jungvogelbestände festgestellt wurden.

Trophäenbewertung

Dr. Harald Stobinsky stellte die Rotwild-Trophäen des vergangenen Jahres vor:

  • Zwei Altersklasse 4 Hirsche (ca. 10 Jahre) und ein Altersklasse 3 Hirsch (ca. 8–9 Jahre) auf der rechten Seite
  • Auf der linken Seite ein Altersklasse 4 Hirsch (ca. 14–16 Jahre), dessen Gehörnmasse bereits nach unten zieht, ein Licht war krank
  • Drei Altersklasse 2 Hirsche (ca. 6–8 Jahre), davon ein ungerader Achter

Harald wies darauf hin, dass die Trophäe nicht zwingend etwas über die körperliche Konstitution des Hirsches aussagt, sondern lediglich die Gehörnentwicklung widerspiegelt.

Der Vorstand dankte allen Mitgliedern für ihren Einsatz bei der jagdlichen Arbeit. Hervorgehoben wurde das Engagement von Michael Hartwig, Hannes Eggert und Dr. Harald Stobinsky bei der Streckenmeldung.

Weidmannsheil
Redakteur von JVN
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