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Jagdverband Nordvorpommern

„Faszination Greifvögel“ und „Smarte Falkner und Jäger“

„Faszination Greifvögel“ und „Smarte Falkner und Jäger“

Es wird Frühling und die Natur um uns herum beginnt wie jedes Jahr von neuem zu ergrünen und zu erblühen. Die Vogelwelt fängt an zu jubilieren, die Balzflüge des Seeadler und Mäusebussard sind kaum zu überhören und  zu übersehen. Diese stattlichen Greifvögel die sich in der Thermik im Himmelblau des Firmament so schwerelos bewegen. Es ist ein steigen und fallen verbunden mit emotionalem Rufen der Partner die vielleicht schon Jahre oder Jahrzehnte hier ihren Horstplatz haben. Dieses jährliche Schauspiel entfacht bei mir emotionale Gefühle verbunden mit einem wohligen Gefühl der Dankbarkeit das erleben zu dürfen.

Dann kehrt Ruhe an den Horstplätzen ein. Es hat die Brutzeit begonnen, da konzentriert sich schon alles auf den Nachwuchs.

Aber dann, das erste Ei wird von dem Küken mit seinem Eizahn im Kreis geöffnet und letzlich durch eine konzentrierte Kraftanstrengung gesprengt. Der Altvogel beobachtet diesen Vorgang sehr genau um dem Küken gegebenenfalls zu helfen. Die Arbeitsteilung des Brutpaares ist im Vorfeld geklärt. Das stärkere Weibchen hat fast gänzlich alleine die Eier beschützt und bebrütet. Das Männchen ist für die Futterversorgung verantwortlich und das bleibt so bis die Jungen flügge sind. Jetzt muss das Weibchen bei der Futtersuche mithelfen um die Versorgung der Jungen zu gewährleisten. Das ist der Zeitpunkt an dem die Jungen schon voll Befiedert sind und im Horst stehen und herumspringen. Dann ist richtig „Leben in der Bude“, wie das eben bei Halbwüchsigen so üblich ist.

Nun beginnt der spannende Moment der ersten Flugversuche die oftmals am Waldboden enden. Bei Seeadlern kann das schon mal mehrere Tage „Infantrie“ bedeuten. Zu diesem Zeitpunkt locken die Altvögel die Jungen mit Futter, damit diese ihnen hinterherfliegen. Die sog. Bettelflugphase. Auch das jämmerlichste Hungergeschrei hilft den Jungen nicht, sie müssen den Altvögeln folgen sonst gibt es nichts.

Die Ausflüge werden immer weiter und intensiver. Es ist der Beginn der Selbständigkeit der bei den Adlern bis zur nächsten Brutzeit dauert!

Parallelwelt Mensch

Wir leben aktuell in einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen, die „Digitale Revolution“ bestimmt unser Leben. Smartphon, smarte Dörfer, smarte Städte, smarte Ökonomie, smarte Menschen, zu jeder Zeit an jedem Ort 24 Stunden am Tag immer „SMART“!

Ist das unsere zukünftige „Analoge Welt“ die uns glücklich und zufrieden macht?

Wer wird in dieser „Neuen Welt“ sein Smartphon abstellen um den Flugspielen eines Adlerpaares zuzusehen?

Das sind unsere aktuellen Herausvorderungen als Falkner und Jäger. Wir müssen den Menschen wieder „Bodenhaftung“ geben, in dem wir ihnen zeigen was in ihrem direkten Lebensumfeld geschieht.

Bildung für Nachhaltigkeit BNE ist ein Weg der als Kompromiss für alle gesellschaftlichen Interessengruppen zu einem Gleichgewicht von Wirtschaft, Natur und menschlichem Leben führt.

In diesem Zusammenhang habe ich im letzten Jahr eine Projektidee für unsere Kinder in der Kita und Grundschule ins Leben gerufen – „Unser Obst für unsere Kinder“. Die Bürger der Gemeinde spenden ihr überzähliges Obst, für die Kinder der Gemeinde, zum Verzehr und zum Mosten. Die Kinder pflücken mit den Eltern die Äpfel, die werden dann gelagert oder vermostet. Diese Äpfel würden sonst verderben und wir wollen doch keine Lebensmittel wegwerfen.

Bestimmt habt ihr auch noch gute Projektideen oder macht bei euch das gleiche!

So schließt sich wieder der Kreis, es gibt nichts Gutes – es sei den Du tust es.

Ho Rüd Ho und Falknersheil

Hans Werner Bünger

„IG-Kulturerbe Falknerei M-V“

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